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Sonnige Aussichten: Weltweiter Zuwachs an erneuerbaren Energien

Eingetragen am 14.10.2011

Sowohl auf nationaler als auch auf globaler Ebene ist aktuell ein kontinuierliches Wachstum an erneuerbaren Energien zu verzeichnen: In Deutschland wurde erstmals ein Anteil von mehr als 20 Prozent an der Stromerzeugung erreicht, während es im ersten Halbjahr 2010 noch 18,3 Prozent waren. Damit ist ein Fünftel des Deutschen Stroms bereits Grün!

Windenergie wichtigster Ökostromlieferant

Dabei ist der wichtigste Ökostromlieferant die Windenergie mit rund 7,5 (2010: 6,6) Prozent Anteil an der Stromerzeugung. Gefolgt von der Biomasse mit 5,6 (2010: 5,4) Prozent. Danach kommt die Photovoltaik, die wegen der staatlichen Förderung im Jahr 2010 einen massiven Zuwachs an Solaranlagen verzeichnete. Durch diesen Zubau und viel Sonne im Frühjahr konnte sie ihren Beitrag mit 3,5 (2010: 2,0) Prozent fast verdoppeln und verdrängt Wasserkraft vom dritten Platz. Wasserkraft lieferte 3,3 (2010: 3,6) Prozent und der Rest verteilte sich auf andere Energiegewinnungsformen.

Sektor erneuerbare Energien gehört zu den wichtigsten Wachstumsbranchen

Erneuerbare Energien© Luise / www.pixelio.de

Im internationalen Vergleich ist der deutsche Sektor der erneuerbaren Energien führend und zählt mittlerweile – wer hätte das vor ein paar Jahren gedacht? – zu den wichtigsten Wachstumsbranchen. Mit aktuell rund 370.000 Beschäftigten sind die Deutschen zum Beispiel globaler Spitzenreiter bei der installierten Leistung von Photovoltaikanlagen und auf dem zweiten Platz bei Windenergieanlagen. Laut einer aktuellen Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Agentur für erneuerbare Energien halten mittlerweile sogar 94 Prozent der Bundesbürger den Ausbau der erneuerbaren Energien für wichtig oder sogar sehr wichtig. Auch auf globaler Ebene wächst die Nachfrage und die Kapazitäten zur Erzeugung von Wärme und Strom aus erneuerbaren Energien legen kräftig zu. Nach einer Studie des Renewables 2011 Global Status Report decken erneuerbare Energien aktuell 16 Prozent des globalen Energieverbrauchs und liefern auch hier rund 20 Prozent der Stromproduktion.

Der Trend zum Ausbau der erneuerbaren Energien hält an

Die Zukunftsaussichten sind sonnig, denn aus mehreren aktuellen Studien zu Bioenergie, Wind und Solar, die jüngst der Infodienstes EUWID (9/2011) auswertete, geht zum Beispiel hervor, dass es in den kommenden Jahren zu einem weltweiten Zubau von Biomassekraftwerken kommen wird und dass die Photovoltaik-Branche mit einer weiteren Halbierung der Kosten für Solarmodule bis 2020 und – dank der sinkenden Kosten – mit doppelten Zuwachsraten rechnet.

Doch bei all den positiven Prognosen darf man nicht vergessen, dass das Ziel längst noch nicht erreicht ist. Seitens der Politik, der Atom-Lobby und der Wirtschaft, werden dem weiteren Wachstum immer wieder Steine in den Weg gelegt. Wesentlich fortschrittlicher wäre es beispielsweise gewesen, die staatliche Förderung für regenerative Energien wie Solardächer beizubehalten. Stattdessen kündigte das Umweltministerium kürzlich an, die Einspeisevergütung für Strom aus regenerativer Produktion noch deutlicher als bisher beschlossen zu senken.

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