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Erneuerbare sind Nr. 2 im Strommix

Eingetragen am 23.01.2012

Sicher, bezahlbar und umweltfreundlich – so soll die künftige Energieversorgung Deutschlands aussehen. Sie wird sich aus erneuerbarer Energie speisen, ohne Kernkraft auskommen und so sparsam wie möglich sein. Bereits heute sind Wind, Sonne und Co. die zweitwichtigste Quelle bei der Stromversorgung.

Im vergangenen Jahr hat der Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix rund 20 Prozent betragen. Nach der Abschaltung von acht Kernkraftwerken im Frühjahr 2011 haben sie damit die Kernenergie überholt. Sie macht noch etwa 18 Prozent des Stromverbrauchs aus. Spitzenreiter bei der Stromerzeugung ist weiterhin die Kohle, wobei die Braunkohle mit 25 Prozent und die Steinkohle mit 19 Prozent zur Stromgewinnung beiträgt.

Rekord bei der Windenergie

Beim „Bio“-Strom sind zwei Energieträger besonders auf dem Vormarsch. So haben im Dezember 2011 allein die Windenergieanlagen rund 8,5 Millionen Kilowattstunden erzeugt. Das ist die höchste Wert, den Rotoren jemals in Deutschland produziert haben.

Und die Windenergie wird weiter ausgebaut. Bis 2030 werden Offshore-Windparks mit einer Stromerzeugungskapazität von 25 Gigawatt errichtet. Das entspricht der Jahresleistung von 20 Kernkraftwerken. Gegenwärtig haben mehr als 2.000 Turbinen eine Baugenehmigung, 84 Windfarmen mit insgesamt 3.600 Turbinen in Nord-und Ostsee sind beantragt.

Ausbau der Solaranlagen

Der zweite große Lieferant erneuerbarer Energie ist die Sonne. Auch bei den Solaranlagen war die Marktentwicklung 2011 sehr gut. Anlagen mit einer Kapazität von 7,5 Gigawatt gingen neu ans Netz. Allein im Dezember 2011 sind neue Anlagen mit einer Leistung von 3 Gigawatt installiert worden. Diese besondere Entwicklung hatte vor allem zwei Gründe: Zum einen reagierten die Kunden auf die erneute Kürzung der Photovoltaik-Vergütung um 15 Prozent zum 1. Januar 2012. Zum anderen sind Photovoltaik-Anlagen billiger geworden und liefern deutlich mehr Strom.

Keine Energiewende ohne erneuerbare Energien

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende: Bis 2050 soll das Zeitalter der erneuerbaren Energien erreicht sein. Damit verringernt sich Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten. Die Energiewende trägt zum Klimaschutz bei: derzeit hat die Stromerzeugung einen Anteil von rund 40 Prozent an den deutschen CO2-Emissionen. Deutschland gewinnt durch die neuen Technologien neue Märkte und damit Arbeitsplätze hinzu. Kern des EEG ist die Förderung der erneuerbaren Energien durch garantierte Vergütungen. Das bedeutet, dass jeder, der erneuerbare Energien produziert, diese in das Stromnetz einspeisen darf und dafür einen festgelegten Preis erhält. So gibt es einen wirksamen Anreiz, die erneuerbaren Energien auszubauen. Das Ergebnis kann sich schon jetzt sehen lassen:

  • Der Anteil der erneuerbaren Energien allein an der Stromerzeugung ist auf 20 Prozent angestiegen – von 4,7 Prozent im Jahr 1998.
  • 27 Milliarden Euro sind allein 2010 in den Sektor investiert worden – davon gehen 90 Prozent auf das Gesetz zurück.
  • Die Branche beschäftigt inzwischen 370.000 Menschen – zwei Drittel davon sind auf den Einfluss des EEG zurückzuführen.
  • Deutschland importiert weniger Öl, Erdgas und Kohle – insgesamt in einem Volumen von jährlich 5,8 Milliarden Euro.
  • Circa 75 Millionen Tonnen Treibhausgase hat der Strom aus erneuerbaren Energien schon 2010 vermieden. Kommen Wärme und Kraftstoffe hinzu, ergeben sich rund 120 Millionen Tonnen.
  • Untersuchungen zufolge haben die regenerativen Energien beispielsweise im Jahr 2010 Umweltschäden im Wert von 4,8 Milliarden Euro (Strom) und 2,4 Milliarden Euro (Wärme) verhindert.

Intelligente Netze, neue Speicher, clevere Stromzähler und andere Ideen sind nötig, um die regenerativen Energien optimal zu nutzen. Für Energieforschung hat die Bundesregierung deshalb ein eigenes Programm aufgelegt. Erfindungen fördern und marktreif machen, dafür steht in den Jahren 2011 bis 2014 ein Volumen von 3,5 Milliarden Euro bereit.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

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