Type=cdir;Modify=20170117072759;Perm=cmpdfe;UNIX.mode=0755;UNIX.owner=3621488;UNIX.group=1110; . Type=pdir;Modify=20170117072759;Perm=cmpdfe;UNIX.mode=0755;UNIX.owner=3621488;UNIX.group=1110; ..

Solarstrom mit neuen Förderrichtlinien

Eingetragen am 28.02.2012

Lange haben sich Umweltminister Norbert Röttgen und Wirtschaftsminister Philipp Rösler um die Neuordnung der Solarförderung gestritten. Nun haben die Minister einen Kompromiss gefunden, der die Solarbranche auf die Barrikaden bringt. Bereits ab März sieht die neue Regelung eine Kürzung der Fördergelder von bis zu 30 % vor, abhängig von der Art der Anlage. Strom aus kleineren Dachanlagen bis 10 Kilowatt erhalten nur noch 19,5 Cent je Kilowattstunde. Anlagen bis 1000 Kilowatt werden 16,5 Cent und große Solarparks bis 10 Megawatt 13,5 Cent erhalten. Das entspricht einer Kürzung von rund 20 Prozent bei kleinen Anlagen und 30 Prozent bei großen Freiflächenanlagen.

Auch für Bauern ändert sich etwas – Scheunen gelten nach der geplanten Neuregelung als Nichtwohngebäude und werden wie Freiflächen behandelt.

Insgesamt ist geplant, die Vergütung nach und nach abschmelzen zu lassen. Diese Maßnahme galt auch schon in der bisherigen Regelung, allerdings werden die Zeitabstände drastisch verändert. Die halbjährlichen Kürzungsrhythmen werden nun auf monatliche Kürzungen umgestellt. Auch wird nicht mehr jede einzelne Kilowattstunde gefördert. Bei kleinen Dachanlagen sollen nur noch 85 Prozent des erzeugten Stroms gefördert werden. Damit will die Regierung zu mehr Eigenverbrauch anregen. Der bisherige Eigenverbrauchsbonus entfällt allerdings. Große Solarparks bekommen 90 Prozent des produzierten Stroms vergütet, der Rest muss am Markt verkauft werden.

Eine Deckelung beim Ausbau der Photovoltaik, wie von Wirtschaftsminister Rösler eingefordert wird es nicht geben. Die Regierung erhofft sich allein durch die Kürzungen den Zubau von PV-Modulen auf 2500 bis 3500 Megawatt in 2012 und 2013 zu begrenzen. Werden mehr Anlagen gebaut als geplant, kann die Förderung per Verordnung kurzfristig weiter sinken.

Das Thema Energieeffizient ist im vorliegen Vorschlag der Minister vom Tisch. Hier bleibt die Bundesregierung hinter den Forderungen der EU-Kommission zurück. Die wollte die Energieversorger verpflichten, jährlich 1,5 Prozent weniger Energie zu verkaufen, etwa durch Tipps zum Energiesparen für die Kunden. Solche Verpflichtungen wird es in Deutschland vorerst nicht geben.

Zurück zur Übersicht