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Energieverbrauch leicht unter Vorjahresniveau

Eingetragen am 19.06.2012

Beitrag der Kernenergie niedriger / Erneuerbare legen deutlich zu

Berlin/Köln (30.05.2012) – Der Energieverbrauch in Deutschland blieb in den ersten drei
Monaten des laufenden Jahres leicht unter dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Nach
vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen)
lag das Minus bei rund 2 Prozent. Insgesamt erreichte der Verbrauch bis Ende März eine
Höhe von 3.709 Petajoule (PJ) oder 126,7 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE).
Einfluss auf die moderate Verbrauchsentwicklung hatten die im Vergleich zum Vorjahr nur
kurze Kälteperiode sowie der stabile Konjunkturverlauf.

Der Mineralölverbrauch verminderte sich bei einem stabilen Absatz von Kraftstoffen und
Heizölen infolge leichter Absatzrückgänge bei den Produkten für den Einsatz in der Chemie
und in der Grundstoffindustrie insgesamt um knapp 1 Prozent. Der Erdgasverbrauch lag
um knapp 3 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraumes, was vor allem auf den geringeren
Wärmebedarf in den Monaten Januar und März zurückzuführen ist. Der Kälteeinbruch im
Februar sowie der Schalttag konnten diesen Rückgang nicht ausgleichen.

Der Verbrauch von Steinkohle nahm leicht zu. Einem Anstieg des Einsatzes in Kraftwerken
zur Strom- und Wärmeerzeugung stand ein leicht verringerter Bedarf der Stahlindustrie
gegenüber. Der Verbrauch an Braunkohle stieg infolge der Inbetriebnahme von zwei neuen
Kraftwerken um rund 8 Prozent. Im weiteren Jahresverlauf werden mehrere Altanlagen vom
Netz gehen. Die Kernenergie verringerte ihren Beitrag im Zuge des Ausstiegsbeschlusses
um fast 30 Prozent.

Die Nutzung erneuerbarer Energien erhöhte sich um knapp 9 Prozent. Insbesondere durch
hohe Windstärken am Jahresanfang konnte die Windkraft in den ersten drei Monaten um
insgesamt mehr als 35 Prozent zulegen. Der Beitrag der Wasserkraft (ohne Pumpspeicher)
stieg um 5 Prozent. Die Fotovoltaik konnte mit einem Zuwachs von über 40 Prozent besonders
stark zulegen. Bei der Biomasse kam es zu einem Zuwachs von etwas mehr als 3 Prozent
und bei den Biokraftstoffen um knapp 4 Prozent.


Grafik AGEB

Berlin/Köln – Der Verbrauch an Primärenergieträgern sank in Deutschland in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen um rund 2 Prozent auf 3.709 Petajoule (PJ) beziehungsweise 126,7 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Mineralöl und Erdgas verzeichneten leichte Rückgänge. Steinkohle legte leicht und Braunkohle deutlich zu. Auch die erneuerbaren Energien verzeichneten Zuwächse. Der Beitrag der Kernenergie zur Energiebilanz nahm ab.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen

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