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Solarwirtschaft zu Verabschiedung der EEG-Novelle - Änderung Solarstromförderung

Eingetragen am 01.08.2012

Zur Verabschiedung der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEGÄG) erklärt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar), Carsten Körnig:

„Ein Super-Gau bei der der Solarstromförderung konnte gerade noch verhindert werden. Die durch den Einspruch der Bundesländer erzielten Nachbesserungen an den Kürzungsplänen haben dazu geführt, dass Deutschland als Photovoltaik-Markt attraktiv bleiben dürfte. Es ist gut, dass die Hängepartie endlich ein Ende hat und interessierte Bürger und auch die Unternehmen selbst jetzt endlich wieder Klarheit haben.

Die weitere Marktentwicklung wird aber maßgeblich davon abhängen, ob es bei den Kosten gelingen wird, mit der sehr schnellen weiteren Reduzierung der Förderung Schritt zu halten. Nach der heute verabschiedeten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetztes (EEG) soll die Solarstromförderung bei starker Nachfrage monatlich um 2,8 Prozent sinken. Das ist sehr ambitioniert.

Von den Nachbesserungen bei der Förderung und den gesunkenen Preisen werden insbesondere Eigenheimbesitzer, Kleingewerbe und Landwirte profitieren. Ein hoher Eigenverbrauch von Solarstrom zahlt sich zunehmend aus, da die Erzeugungskosten von Solarstrom stark gesunken sind. Die Herausforderung liegt jetzt darin, den Eigenverbrauchsanteil durch intelligente Verbrauchersteuerung und den Einsatz von Speichern zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir das Vorhaben der Bundesregierung, noch in diesem Jahr ein Markteinführungsprogramm für Batteriespeicher auf den Weg zu bringen.

Bedauerlich ist, dass die Potenziale der Solarenergie für die Energiewende weiterhin nur sehr halbherzig ausgeschöpft werden und gerade auch für Investitionen in größere Solarprojekte die Solarstrom-Vergütung zu stark zurückgefahren wird. Unverständlich ist, dass die Bundesregierung auf der einen Seite feststellt, dass der Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigt werden müsse, um den vorgezogenen Atomausstieg zu kompensieren, auf der anderen Seite daraus aber nicht die Konsequenzen zieht, die Ausbauziele für die Solarenergie anzuheben. Die Regierung nutzt die riesigen Potenziale der Solarenergie im Strom- und Wärmebereich und das hier vorhandene große Bürgerengagement weiterhin nur halbherzig.“

Nach jüngsten wissenschaftlichen Berechnungen der Prognos AG fällt der weitere Ausbau der Solarstrom-Nutzung in Deutschland finanziell kaum noch ins Gewicht. Eine Verdoppelung des Anteils der Solarenergie am deutschen Strom-Mix von 3,2 Prozent (2011) auf knapp 7 Prozent (2016) würde die Stromtarife in den nächsten vier Jahren um lediglich 2,5 Prozent ansteigen lassen.

PRESSEKONTAKT / REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN:
David Wedepohl, Pressesprecher
Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

Quelle: Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V.

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