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Ausbau erneuerbarer Energien erfordert neue Lösungen im Netzbetrieb

Eingetragen am 24.09.2013

dena startet Studie zur Sicherung der Stabilität im Stromnetz bis 2030

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) untersucht im Rahmen einer neuen Studie die wachsenden Herausforderungen für ein sicheres Stromversorgungssystem bis zum Jahr 2030. Die Studie wird zeigen, welche Anforderungen der Ausbau der erneuerbaren Energien an den Betrieb der Stromnetze stellt und welche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung einer stabilen Stromversorgung zukünftig notwendig sein werden. Dabei wird untersucht, wie erneuerbare Energien, Speicher, eine flexible Steuerung des Stromverbrauchs (Lastmanagement) und die Nutzung von Leistungselektronik zur Erbringung von Systemdienstleistungen beitragen können. Die Ergebnisse der Studie werden Ende 2013 erwartet.

Da Windräder und Solaranlagen unabhängig vom Bedarf Strom erzeugen, müssen neue Wege gefunden werden, Erzeugung und Nachfrage jederzeit im Gleichgewicht zu halten. Abrupte und unvorhersehbare Witterungseinflüsse führen zunehmend zu schwer ausregelbaren Schwankungen. Gleichzeitig sinkt durch den Ausbau erneuerbarer Energien der Anteil der steuerbaren konventionellen Kraftwerke an der Stromerzeugung. Die Studie untersucht daher, in welchem Maße zum Beispiel Regelenergie in Zukunft durch Speicher, erneuerbare Energien und weitere Alternativen als Systemdienstleistung bereitgestellt werden kann.

Die Studie berücksichtigt auch, dass Erzeugung und Verbrauch mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien über räumlich weitere Entfernungen ausgeglichen werden müssen. Die Distanz, über die Strom transportiert werden muss, wächst in der Tendenz. Damit steigen die Herausforderungen, die Spannung im Netz zu regulieren. Die Studie prüft deshalb, wie dezentrale erneuerbare Energien und weitere Alternativen den Netzbetrieb unterstützen können, wenn konventionelle Kraftwerke hierfür immer seltener zur Verfügung stehen.
Aufbauend auf den Studienergebnissen werden technische, prozessuale und regulatorische Voraussetzungen untersucht und kurz- bis mittelfristige Handlungsempfehlungen erarbeitet. Die Analyse wird zeigen, ob Systemdienstleistungen für das Stromnetz zunehmend auch durch die an den Verteilnetzen angeschlossenen Erzeuger und Verbraucher erbracht werden können und welche Rolle erneuerbare Energien, Speicher oder Lastmanagement dabei spielen können. Schließlich wird die Studie klären, inwieweit eine kontinuierliche konventionelle Mindesterzeugung weiterhin erforderlich bleiben wird.

Die dena erstellt die Studie „Systemdienstleistungen 2030“ im Rahmen einer Kooperation mit Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern, Betreibern und Projektentwicklern erneuerbarer Energien sowie Herstellern von Netz- bzw. Anlagentechnik. Beteiligt sind: 50Hertz Transmission GmbH, ABB AG, Amprion GmbH, BELECTRIC Solarkraftwerke GmbH, E.DIS AG, EnBW Regional AG, ENERCON GmbH, EWE NETZ GmbH, Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH, N-ERGIE Netz Gmbh, SMA Solar Technology AG, TenneT TSO GmbH, TransnetBW GmbH, Westnetz GmbH, Younicos AG. Forschungspartner sind die ef.Ruhr GmbH und die Technische Universität Dortmund unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Christian Rehtanz.

Quelle: DENA Deutsche Energie-Agentur

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