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Dez10

EE-Speicher III: Rentabel, zuverlässig und langlebig - aber keiner weiß das

Es gibt mehr als 1,2 Mio. Photovoltaikanlagen in Deutschland. Mehr als 80% der Deutschen sind für mehr Erneuerbare Energien.

Prof. Quaschning errechnete, dass wir etwa 13 Mio. Speicher in deutschen Einfamilienhäusern benötigen. Mit diesen Stromspeichern können wir die Produktionsspitzen von PV-Anlagen kappen und den Mittags produzierten Strom in der Nacht verbrauchen. Etwa 25.000 Stromspeicher sind bereits in Deutschland installiert. Bei diesem Ausbautempo brauchen wir mehr als 500 Jahre bis wir alle benötigten Speicher installiert haben. Eigentlich unendlich lange, weil immer wieder Speicher aus der Nutzung fallen. Ein Desaster!
Die Gründe dafür

• Viele denken dass Stromspeicher unwirtschaftlich sind, man glaubt sie sind noch zu teuer und die Technik ist noch nicht ausgereift
• Viele denken, Stromspeicher sind so teuer, weil Elektroautos ebenso teuer sind.
• Viele haben nicht die richtigen Informationen.

Mit einem Stromspeicher, einer Balkon-PV-Anlage, Infomaterial und DGS-Roll-up stellte sich die DGS-Niederbayern kürzlich als Aussteller auf dem Nikolausmarkt in Reisbach/Vils zwischen Pferdewurst, Bratwurst, Lebkuchen, Socken- und , Korbwarenverkäufern sowie den obligatorischen Glühweinständen. Dort informierten wir über Stromspeicher und erfuhren auch was über die Stromspeicher gedacht wird. Über 40 Leute waren am Stand und informierten sich, davon sind zwei Drittel potentielle Kunden.
Fast jeder sagte „ Solarstrom macht erst Sinn mit einem Speicher. Aber die sind ja noch nicht so weit!“. Ein wesentlicher Grund weshalb man sich momentan mit einem Kauf zurückhält. Jedoch waren alle davon überrascht, dass der selbst erzeugte, selbst gespeicherte und selbst verbrauchte Strom meist günstiger ist als der vom Netz.
Es gibt also eine Informationslücke. Da sich diese nicht von selbst füllt sind einfache Informationen nötig, die potentiellen Kunden wirklich zum Speicherkauf und zur Installation zu bewegen, denn Stromspeicher sind wirtschaftlich:

• Die Rendite von PV-Anlagen bis 10 kW plus Stromspeicher liegt bei 6-10 %.
• Der Produktionspreis für den Eigenstrom liegt unter 23 ct/kWh.
• Die Einsparung im Vergleich zum Netzstrombezug über einen Zeitraum von 30 Jahren, liegt bei 10.000 bis 50.000 €, je nach Jahresstromverbrauch.

Die meisten Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit von Stromspeichern, rechnen mit einer Lebensdauer von 20 Jahren. Weshalb? Weil das EEG 20 Jahre vorgibt. In einem Labor der TU München läuft ein Versuch mit einem Lithium-Ionen-Akku. Nach mehr als 17.000 Lade- und Entlade-Zyklen hat der Akku aktuell immer noch seine volle Leistung. 17.000 Zyklen, das sind rechnerisch mehr als 50 Jahre. Und der Versuch läuft weiter.

Erstellt man seine eigene Strompreis- und Wirtschaftlichkeitsberechnung, sieht man schnell wie sinnvoll es bereits heute ist zu investieren. Dank der Förderung der KfW bekommt man eine noch bessere Grundlage.
Stromspeicher sind ein Hebel für die Energiewende zu 100% Erneuerbare Energien. Das ist auch Abseits oder gerade wegen der Entwicklung des EEG interessant. Man muss es einfach nur tun. Mit Stromspeicher gelingt es dezentrale Energie zu erzeugen und gleichzeitig auch eine Wertschöpfung zu erreichen. Das was wir schon immer wollten. Und das macht auch noch Spaß!

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.

Dez10

BGH ändert rückwirkend Inbetriebnahme- und Anlagenbegriff des EEG für PV

Das erwartete Urteil des Bundesgerichtshofes zu dem vom OLG Nürnberg nicht anerkannten “Glühlampentest” ist jetzt veröffentlicht – und wirft nicht nur die von Clearingstelle und Netzbetreibern anerkannte Praxis zur Inbetriebnahme von PV-Anlagen über den Haufen, sondern den gesamten Anlagenbegriff – und zwar faktisch rückwirkend ab 01.01.2009.

Das höchste ordentliche Gericht sagt nämlich ausdrücklich, bereits mit dem EEG 2009 habe der Gesetzgeber einen weiten Anlagenbegriff eingeführt, der sich nicht mehr auf das einzelne Modul im Sinne des “Generators” von Strom beziehe; vielmehr sei auf “alle zur Zweckerreichung erforderlichen technischen und baulichen Bestandteile in ihrer Gesamtheit und nicht mehr auf die einzelnen Komponenten abzustellen” (BGH vom 23. Oktober 2013 – VIII ZR 262/12). Als “Anlage” versteht der BGH damit Module, Befestigung, Kabel und Wechselrichter, alles was zum Betrieb am Netzanschluss erforderlich ist – lediglich nicht den Netzanschluss selbst. Bezüglich der Inbetriebnahme kommt der BGH damit letztlich zu den gleichen Anforderungen, die mit dem EEG 2014 – nach Auffassung des BGH nur zur Klarstellung – ins Gesetz geschrieben wurden.

Faktisch gilt mit dem Urteil der Inbetriebnahmebegriff des EEG 2014 bereits ab 01.01.2009.

Aber nicht nur das. Auch die bisher nur vom Solaranergieförderverein SfV betrachteten Konsequenzen eines jedenfalls mit dem EEG 2014 eingeführten “weiten Anlagenbegriffs” müssen nun umfassend bedacht werden. Denn diese Betrachtungen, die weiträumig zurückgewiesen wurden, weil der “weite Anlagenbegriff” des Urteils des BGH zu einer Biogasanlage vom 23. Oktober 2013 (VIII ZR 262/12) auf PV nicht übertragbar sei, waren tatsächlich berechtigt. Das hat nicht nur Nachteile. Der Austausch einzelner Module einer Anlage war bisher stets ein Problem, da diese Module nach dem EEG als einzelne Anlagen betrachtet jeweils neue Inbetriebnahmedaten erhielten und die Vergütungshöhe des ausgetauschten Moduls verloren ging. Der Austausch von einzelnen Modulen bei Altanlagen nach EEG 2009 dürfte jetzt weitgehend ohne Vergütungsnachteile möglich sein.


Was ist die Folge für Anlagenbetreiber?
• für jegliche Inbetriebnahmen seit Anfang 2009 muss mit Nachfragen des Netzbetreibers gerechnet werden
• kann der Anlagenbetreiber nicht nachweisen, dass die Anlage zu dem bereits anerkannten Inbetriebnahmedatum vollständig installiert war, muss dieses neu bestimmt werden. Hierduch kann sich die Vergütungshöhe nachträglich und rückwirkend ändern, was auch Rückforderungen bereits gezahlter Vergütung nach sich ziehen kann
• bei in der Vergangenheit als vergütungsschädlich beurteiltem Modultausch kann der Anlagenbetreiber umgekehrt überprüfen, ob nach dem “weiten Anlagenbegriff” wirklich eine neue Inbetriebnahme vorlag. In vielen Fällen wird Vergütung nachgefordert werden können bzw. kann eine wegen der Vergütungsproblematik aufgeschobene Sanierung der Anlage nun nachgeholt werden.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.

Nov19

Preisanpassung zum Jahreswechsel

Liebe Kunden, Freunde und Partner von NATURSTROM,
die Zahl der naturstrom-Kundinnen und -Kunden wächst weiter. Mittlerweile haben sich mehr als 240.000 Haushalte und Gewerbetreibende für unseren umweltfreundlichen Strom entschieden. Dies ist umso erfreulicher, da es vor dem Hintergrund kontinuierlich einseitiger und unangemessener Kritik aus Politik und Medien am Ausbau der Erneuerbaren Energien geschieht. Immer wieder wird über die EEGUmlage sowie den angeblich übermäßig teuren Ausbau der Erneuerbaren geklagt, ohne sich jedoch die Fakten differenziert anzuschauen oder den Nutzen der Energiewende zu berücksichtigen.

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Nov21

Politischer und medialer Gegenwind für Erneuerbare Energien

Preisanpassung der Naturstrom AG zum 01.01.2013

Das politische Bekenntnis zur Energiewende nach dem Atomunglück von Fukushima war offensichtlich nur eine halbherzige Reaktion auf den öffentlichen Druck. Die Chancen eines nachhaltigen Energiekonzeptes, das die Entwicklung der Erneuerbaren Energien ins Zentrum stellt, haben viele der Akteure bis heute nicht erkannt. Nur so ist zu erklären, dass sich die aktuelle Diskussion fast ausschließlich um die Kosten der Energiewende und ihr Tempo dreht. Klar ist: Auch beim Ausbau der Erneuerbaren Energien dürfen wir die Kosten nicht aus den Augen verlieren. Eine Verzögerung der Energiewende käme uns jedoch noch deutlich teurer: Denn die Erneuerbaren Energien schaffen Arbeitsplätze und fördern die regionale Wertschöpfung, senken die Strom-Großhandelspreise und vermeiden milliardenschwere Umweltschäden.

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Sep29

Grün-Strom Design-Wettbewerb für junge Erwachsene startet

Am 30. September startet Grün-Strom e.V. in Kooperation mit enercity und der Naturstrom AG einen Design-Wettbewerb für junge Leute zwischen 17 und 27 Jahren. Unter dem Motto ‚Meiner ist grün und deiner?’ sind alle Teilnehmer aufgefordert, mediale Beiträge in Form einer Werbekampagne zum Thema Ökostrom zu erstellen.

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