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Dez10

Bundesamt für Wirtschaft: 30 Prozent mehr Solaranträge

Bundesamt für Wirtschaft verzeichnet in diesem Sommer rund 30 Prozent mehr Solarwärme-Förderanträge als im Vorjahr / Ursachen für steigendes Verbraucherinteresse deutlich verbesserte Förderkonditionen und heißer Sommer

Berlin, den 25. August 2015 – Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verzeichnet in diesem Sommer ein deutlich gestiegenes Interesse nach Solarwärmeanlagen. Nach aktuellen Zahlen stieg die Zahl der Förderanträge im den Monaten Juni und Juli gegenüber dem Vorjahr um knapp 30 Prozent auf 5.412 Anträge. Die Ursachen für die kräftig angezogenen Nachfrage sieht der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) in der deutlichen Verbesserung der Förderkonditionen durch die Bundesregierung im Frühjahr dieses Jahres und in dem besonders sonnenreichen Sommer, der die Vorteile der Solarenergie eindrücklich demonstriere. Nach Informationen des BSW-Solar nutzen inzwischen bereits über zwei Millionen Haushalte und Betriebe in Deutschland Solarenergie für die Heizungsunterstützung oder Warmwasserbereitung.

Die Bundesregierung hat die Fördersätze für Solaranlagen im April dieses Jahres um bis zu 100 Prozent angehoben. Neben höheren Zuschüssen gibt es jetzt auch eine „Abwrackprämie“ für das Ausmustern alter Heizkessel. Der Verband rechnet in diesem Jahr vor dem Hintergrund verbesserter Zuschüsse mit einer Modernisierungswelle und einem weiteren Anziehen der Nachfrage.

„Der Umstieg auf Solarwärme war noch nie so attraktiv“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar in Berlin. „Immer mehr Menschen können jetzt ihren Traum von mehr Unabhängigkeit und Klimaschutz in den eigenen vier Wänden in die Tat umsetzen – für wenige tausend Euro und mit wenigen Quadratmetern unverschatteter Dachfläche.“ Körnig warnt jedoch: „Interessierte Verbraucher sollten ihr Vorhaben nicht auf die lange Bank schieben. Die Förderkonditionen wurden zwar deutlich verbessert, der Fördertopf ist aber limitiert.“
Die wichtigsten Verbesserungen der Förderung aus diesem Frühjahr nochmals im Überblick: Die Mindestförderung für Solarwärmeanlagen zur Heizungsunterstützung wurde auf 2.000 Euro angehoben. Bei größeren Anlagen mit einer Kollektorfläche von mehr als 14 Quadratmetern winken höhere Zuschüsse, weil die quadratmeterbezogene Förderung von bislang 90 Euro auf 140 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche erhöht wurde. Wer die neue Solaranlage mit der Modernisierung einer Heizung verbindet, erhält zusätzliche Boni von einigen hundert Euro. Förderfähig sind jetzt zudem zahlreiche Maßnahmen im Zusammenhang mit der Neuinstallation einer Solarwärmeanlage, aber auch Schritte zur Optimierung einer bereits in der Vergangenheit geförderten Anlage. Unter die förderfähigen Maßnahmen fallen beispielsweise der Austausch von Heizkörpern durch Niedertemperaturheizkörper, der Einbau einer hocheffizienten Zirkulationspumpe, notwendige bauliche Maßnahmen am Heiz- und Kesselraum, der Ausbau der Altheizung und deren Entsorgung.

Neu ist, dass auch die Errichtung einer Solaranlage auf Bestandsgebäuden bezuschusst wird, die ausschließlich der Warmwasserbereitung dient. Die vom Bundesamt BAFA gewährten Zuschüsse aus dem sogenannten Marktanreizprogramm (MAP) betragen hier 50 Euro je angefangenem Quadratmeter Kollektorfläche, mindestens aber 500 Euro. Auch die Erweiterung bestehender Warmwasseranlagen wird gefördert. Im Neubau ist der Einsatz von EE-Wärme bereits seit 2009 vorgeschrieben. Hier werden nur besonders innovative Anwendungen oder hohe solare Deckungsraten in sogenannten Sonnenhäusern gefördert.

Ausführliche Informationen zur Solartechnik und qualifizierte Fachbetriebe finden Verbraucher über das herstellerunabhängige Informationsportal www.solartechnikberater.de.
Auch Unternehmen und die Wohnungswirtschaft profitieren weiterhin von attraktiven Marktanreizen. Für die solartechnische Unterstützung von Prozesswärme winken Zuschüsse von 50 Prozent. Mittelständische Unternehmen erhalten einen Bonus.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

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Dez10

Super-Solar-Sommer klingt aus

Neuer Solarstromrekord in den Sommermonaten / Sonne hat Deutschland vom 1. Juni bis 31. August mit rund 500 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter versorgt – 6 Prozent mehr als im langjährigen Mittel / Mit entschiedenem Solarenergie-Ausbau Klimaschäden begrenzen

Berlin, den 10. September 2015 – Mit den ersten kühleren Tagen klingt ein Super-Solar-Sommer aus. Noch nie produzierten die Solarstromanlagen in Deutschland in den Sommermonaten so viel Elektrizität: Mit 14,1 Milliarden Kilowattstunden – das ist ein Plus von 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum – wurde im Sommer 2015 ein neuer absoluter Solarstromrekord aufgestellt, teilt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) heute nach Analyse der Stromproduktionsdaten der vier Übertragungsnetzbetreiber mit. Die Strommenge reicht aus, um den gesamten Jahresbedarf von 4 Millionen Haushalten zu decken.

Die Sonne schickte in den drei Sommermonaten Juni, Juli und August Energie im Umfang von 497 Kilowattstunden pro Quadratmeter nach Deutschland – das sind 6 Prozent mehr als im langjährigen Mittel (s. Pressegrafik). Dies geht aus den Meteocontrol-Einstrahlungsdaten der Meteosat Satellitenbeobachtungen hervor, die in Kooperation mit der Universität Oldenburg erhoben wurden. „Die Besitzer der 3,5 Millionen Solaranlagen in Deutschland können sich über eine Rekordernte freuen. Die Aussicht auf gute Erträge bei gleichzeitig stark gesunkenen Solartechnikpreisen macht immer mehr Menschen und Unternehmen zu Solarenergienutzern“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Besonders stark gewachsen sei zuletzt die Zahl der Solarwärmeanlagen und Solarstromspeicher.

Der Sommer brachte aber auch Rekordhitze mit Temperaturen von örtlich über 40°C und viel zu wenig Niederschlag. Der Deutsche Wetterdienst gab bekannt, dass im Sommer im Deutschlandmittel etwa 207 Liter Niederschlag pro Quadratmeter (l/qm) fielen und damit nur 86 Prozent des Solls von 239 l/qm. In Südhessen, Nordbayern, Sachsen und Südbrandenburg waren die Böden so trocken wie seit über 50 Jahren nicht mehr. „Dieser Sommer ist ein Schuss vor den Bug der Energie- und Klimapolitik. Ein rascherer Ausstieg aus der Verbrennung von Kohlenstoff ist dringend geboten und kann durch einen beherzteren Ausbau der Solarenergie kosteneffizient erreicht werden“, sagt Körnig.

„Die hohe Solarstromproduktion der letzten Monate belegt, dass Photovoltaik auch bei großer Hitze ein verlässlicher Elektrizitätslieferant ist. Anders als Kohle- und Kernkraftwerke sind Solarstromanlagen nicht von Kühlwasser abhängig, das bei großer Hitze und fehlenden Niederschlägen schnell knapp wird“, so Körnig. Doch auch im Wärme- und Mobilitätssektor müsse der Anteil Erneuerbarer Energien dringend erhöht werden. Erst kürzlich forderte der BSW-Solar von der Bundesregierung daher eine „Sommerpause“ für die Förderung neuer Gas- und Kohlekraftwerke, um in dieser Zeit die großen Potenziale der Solarenergie auch für die Fernwärmenutzung besser erschließen zu können.

Neben Eigenheimbesitzern nutzen auch immer mehr Unternehmen in Deutschland Solarenergie und Solarspeicher. Neu ist dabei, dass Hausbesitzer oder Gewerbetreibende nicht mehr unbedingt selbst in eine Solaranlage investieren müssen. Körnig: „Bei neuen Betreiberkonzepten wie Pachtmodellen können sich Unternehmen voll auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und trotzdem von preisgünstigem Solarstrom profitieren. Bereits mehr als 50 Stadtwerke bieten derartige Betreibermodelle – auch für Privatleute – an. Der BSW-Solar unterstützt mit Ratgebern und Musterverträgen dabei, die Sonne fürs eigene Unternehmen anzuzapfen.“

Der Bundesverband Solarwirtschaft bietet ein breites Spektrum an Publikationen und Seminaren zu neuen Betreiberkonzepten. Mehr dazu unter www.solarwirtschaft.de/geschaeftsmodelle-pv.html und www.solarwirtschaft.de/seminare.html

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V

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Dez10

EE-Speicher III: Rentabel, zuverlässig und langlebig - aber keiner weiß das

Es gibt mehr als 1,2 Mio. Photovoltaikanlagen in Deutschland. Mehr als 80% der Deutschen sind für mehr Erneuerbare Energien.

Prof. Quaschning errechnete, dass wir etwa 13 Mio. Speicher in deutschen Einfamilienhäusern benötigen. Mit diesen Stromspeichern können wir die Produktionsspitzen von PV-Anlagen kappen und den Mittags produzierten Strom in der Nacht verbrauchen. Etwa 25.000 Stromspeicher sind bereits in Deutschland installiert. Bei diesem Ausbautempo brauchen wir mehr als 500 Jahre bis wir alle benötigten Speicher installiert haben. Eigentlich unendlich lange, weil immer wieder Speicher aus der Nutzung fallen. Ein Desaster!
Die Gründe dafür

• Viele denken dass Stromspeicher unwirtschaftlich sind, man glaubt sie sind noch zu teuer und die Technik ist noch nicht ausgereift
• Viele denken, Stromspeicher sind so teuer, weil Elektroautos ebenso teuer sind.
• Viele haben nicht die richtigen Informationen.

Mit einem Stromspeicher, einer Balkon-PV-Anlage, Infomaterial und DGS-Roll-up stellte sich die DGS-Niederbayern kürzlich als Aussteller auf dem Nikolausmarkt in Reisbach/Vils zwischen Pferdewurst, Bratwurst, Lebkuchen, Socken- und , Korbwarenverkäufern sowie den obligatorischen Glühweinständen. Dort informierten wir über Stromspeicher und erfuhren auch was über die Stromspeicher gedacht wird. Über 40 Leute waren am Stand und informierten sich, davon sind zwei Drittel potentielle Kunden.
Fast jeder sagte „ Solarstrom macht erst Sinn mit einem Speicher. Aber die sind ja noch nicht so weit!“. Ein wesentlicher Grund weshalb man sich momentan mit einem Kauf zurückhält. Jedoch waren alle davon überrascht, dass der selbst erzeugte, selbst gespeicherte und selbst verbrauchte Strom meist günstiger ist als der vom Netz.
Es gibt also eine Informationslücke. Da sich diese nicht von selbst füllt sind einfache Informationen nötig, die potentiellen Kunden wirklich zum Speicherkauf und zur Installation zu bewegen, denn Stromspeicher sind wirtschaftlich:

• Die Rendite von PV-Anlagen bis 10 kW plus Stromspeicher liegt bei 6-10 %.
• Der Produktionspreis für den Eigenstrom liegt unter 23 ct/kWh.
• Die Einsparung im Vergleich zum Netzstrombezug über einen Zeitraum von 30 Jahren, liegt bei 10.000 bis 50.000 €, je nach Jahresstromverbrauch.

Die meisten Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit von Stromspeichern, rechnen mit einer Lebensdauer von 20 Jahren. Weshalb? Weil das EEG 20 Jahre vorgibt. In einem Labor der TU München läuft ein Versuch mit einem Lithium-Ionen-Akku. Nach mehr als 17.000 Lade- und Entlade-Zyklen hat der Akku aktuell immer noch seine volle Leistung. 17.000 Zyklen, das sind rechnerisch mehr als 50 Jahre. Und der Versuch läuft weiter.

Erstellt man seine eigene Strompreis- und Wirtschaftlichkeitsberechnung, sieht man schnell wie sinnvoll es bereits heute ist zu investieren. Dank der Förderung der KfW bekommt man eine noch bessere Grundlage.
Stromspeicher sind ein Hebel für die Energiewende zu 100% Erneuerbare Energien. Das ist auch Abseits oder gerade wegen der Entwicklung des EEG interessant. Man muss es einfach nur tun. Mit Stromspeicher gelingt es dezentrale Energie zu erzeugen und gleichzeitig auch eine Wertschöpfung zu erreichen. Das was wir schon immer wollten. Und das macht auch noch Spaß!

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.

Dez10

BGH ändert rückwirkend Inbetriebnahme- und Anlagenbegriff des EEG für PV

Das erwartete Urteil des Bundesgerichtshofes zu dem vom OLG Nürnberg nicht anerkannten “Glühlampentest” ist jetzt veröffentlicht – und wirft nicht nur die von Clearingstelle und Netzbetreibern anerkannte Praxis zur Inbetriebnahme von PV-Anlagen über den Haufen, sondern den gesamten Anlagenbegriff – und zwar faktisch rückwirkend ab 01.01.2009.

Das höchste ordentliche Gericht sagt nämlich ausdrücklich, bereits mit dem EEG 2009 habe der Gesetzgeber einen weiten Anlagenbegriff eingeführt, der sich nicht mehr auf das einzelne Modul im Sinne des “Generators” von Strom beziehe; vielmehr sei auf “alle zur Zweckerreichung erforderlichen technischen und baulichen Bestandteile in ihrer Gesamtheit und nicht mehr auf die einzelnen Komponenten abzustellen” (BGH vom 23. Oktober 2013 – VIII ZR 262/12). Als “Anlage” versteht der BGH damit Module, Befestigung, Kabel und Wechselrichter, alles was zum Betrieb am Netzanschluss erforderlich ist – lediglich nicht den Netzanschluss selbst. Bezüglich der Inbetriebnahme kommt der BGH damit letztlich zu den gleichen Anforderungen, die mit dem EEG 2014 – nach Auffassung des BGH nur zur Klarstellung – ins Gesetz geschrieben wurden.

Faktisch gilt mit dem Urteil der Inbetriebnahmebegriff des EEG 2014 bereits ab 01.01.2009.

Aber nicht nur das. Auch die bisher nur vom Solaranergieförderverein SfV betrachteten Konsequenzen eines jedenfalls mit dem EEG 2014 eingeführten “weiten Anlagenbegriffs” müssen nun umfassend bedacht werden. Denn diese Betrachtungen, die weiträumig zurückgewiesen wurden, weil der “weite Anlagenbegriff” des Urteils des BGH zu einer Biogasanlage vom 23. Oktober 2013 (VIII ZR 262/12) auf PV nicht übertragbar sei, waren tatsächlich berechtigt. Das hat nicht nur Nachteile. Der Austausch einzelner Module einer Anlage war bisher stets ein Problem, da diese Module nach dem EEG als einzelne Anlagen betrachtet jeweils neue Inbetriebnahmedaten erhielten und die Vergütungshöhe des ausgetauschten Moduls verloren ging. Der Austausch von einzelnen Modulen bei Altanlagen nach EEG 2009 dürfte jetzt weitgehend ohne Vergütungsnachteile möglich sein.


Was ist die Folge für Anlagenbetreiber?
• für jegliche Inbetriebnahmen seit Anfang 2009 muss mit Nachfragen des Netzbetreibers gerechnet werden
• kann der Anlagenbetreiber nicht nachweisen, dass die Anlage zu dem bereits anerkannten Inbetriebnahmedatum vollständig installiert war, muss dieses neu bestimmt werden. Hierduch kann sich die Vergütungshöhe nachträglich und rückwirkend ändern, was auch Rückforderungen bereits gezahlter Vergütung nach sich ziehen kann
• bei in der Vergangenheit als vergütungsschädlich beurteiltem Modultausch kann der Anlagenbetreiber umgekehrt überprüfen, ob nach dem “weiten Anlagenbegriff” wirklich eine neue Inbetriebnahme vorlag. In vielen Fällen wird Vergütung nachgefordert werden können bzw. kann eine wegen der Vergütungsproblematik aufgeschobene Sanierung der Anlage nun nachgeholt werden.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.

Dez10

Kein Klimaschutz ohne Wärmewende

Wärmerzeugung für Heizung und Brauchwasser oft klimaschädlich und teuer / Millionen veraltete Heizungen sollten dringend ausgetauscht werden / Bund fördert Umstieg auf emissionsfreie Solarwärme mit großzügigen Zuschüssen

Berlin, den 7. Dezember 2015 – Ambitionierte Klimaschutzziele lassen sich erst erreichen, wenn Erneuerbare Energien auch bei der Wärmeerzeugung eine angemessene Rolle spielen. Darauf weist der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) anlässlich der Klimakonferenz in Paris hin. Bislang dominieren im Wärmemarkt fossile Energieträger wie Erdöl, Erdgas oder – vor allem bei der Fernwärme – Kohle. Sie verursachen große Mengen an klimaschädlichen Emissionen und unnötig hohe Kosten.

„Der Weg zur Energiewende kann nur durch den Heizungskeller führen“, sagt Helmut Jäger, zweiter Vorsitzender des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). „Wir müssen die Wärmeerzeugung konsequent auf Erneuerbare Energien umstellen und die Millionen veralten, ineffizienten und klimaschädlichen Heizungsanlagen durch moderne Anlagen mit Solarenergie ersetzen.“ Privathaushalte verbrauchen den Großteil ihrer Energie – über 80 Prozent – für Raumheizung und Warmwasserbereitung. Entsprechend fallen die Wärmekosten viel stärker ins Gewicht als die Strompreise.

„Viele Menschen wissen gar nicht, wie viel Geld eine veraltete Heizungsanlage jedes Jahr verbrennt“, so Jäger weiter. „Solange die alte Anlage noch irgendwie läuft, sehen sie keinen Grund zum Austausch – und tragen unbewusst zum Klimawandel bei.“ Mit einem neuen, effizienten Heizsystem auf Basis Erneuerbarer Energien ließen sich die laufenden Kosten erheblich verringern.

Solarwärmeanlagen sind langlebig und zuverlässig, benötigen keinen Brennstoff und werden aktuell großzügig gefördert. Das bundesweite Marktanreizprogramm unterstützt Solaranlagen zur Heizungsunterstützung mit mindestens 2.000 Euro, Anlagen zur Warmwasserbereitung mit mindestens 500 Euro.

Für einen wirksamen Klimaschutz müssen Erneuerbare Energien auch bei der Fernwärme zum Standard werden. Das Beispiel Dänemark zeigt, dass große Solarwärmeanlagen komplette Wohnsiedlungen für nur drei bis fünf Cent pro Kilowattstunde mit klimafreundlicher Wärme versorgen können. „Es ist höchste Zeit, das Klimaschutz- und Sparpotenzial der solaren Fernwärme endlich auch in Deutschland zu heben“, fordert Jäger.

Wie solare Heizungen funktionieren und welche Möglichkeiten es in Alt- und Neubau gibt, zeigt der gut sieben Minute lange Film Heizen mit der Sonne (auf Youtube: http://youtu.be/ZHT4OjHovGw).

Weitere Informationen über das solare Heizen und die staatliche Förderung gibt es auch auf www.solartechnikberater.de

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

Jul16

EEG-Reform - Das ändert sich ab August für Solarstrom-Erzeuger

Stufenweise Einführung einer Abgabe für Solarstrom-Selbstversorger – Eigenheimbesitzer und Bestandsanlagen bleiben von Ökostrom-Umlage befreit/ Förderung für Solarstrom sinkt weniger schnell und wird für größere Photovoltaik-Neuanlagen von Marktprämie abgelöst

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